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Tieralterhaftplichtversicherung - Infoblatt

Was bei Tierhalterhaftpflichtversicherungen beachtet werden sollte!

Auch das liebste Tier wird durch seine Instinkte gelenkt. Daher ist eine Tierhalterhaftpflichtversicherung unbedingt zu empfehlen. In einigen Bundesländern ist sie sogar eine Pflichtversicherung, zumindest wenn es um die Hundehaltung geht. Um das beste Preis-Leistungs-Paket zu finden, ist ein umfassender Vergleich der Produkte ratsam.

 

Worauf kommt es an bei einer Tierhalterhaftpflichtversicherung?

Ob eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden muss oder nicht, wird in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt, zudem kommt es darauf an, um welches Tier es geht. Einige Bundesländer beschränken die Verpflichtung zur Haftpflichtversicherung auf bestimmte Rassen, die als Kampfhunde eingestuft werden. Andere verpflichten Hundehalter grundsätzlich, eine Versicherung abzuschließen. Nicht für alle Tiere ist eine Haftpflichtversicherung nötig, Kleintiere können in aller Regel vernachlässigt werden. Doch in vielen Fällen schützt eine Tierhalterhaftpflichtversicherung vor den Folgen von Schäden, die das eigene Tier verursacht hat.

 

Folgende Bereiche deckt die Tierhalterhaftpflichtversicherung ab:

  1. Personenschäden
  2. Sachschäden
  3. Vermögensschäden. Zu diesen zählen beispielsweise Mietwagenkosten, Verdienstausfälle oder Kosten, die durch Pflegedienste entstehen.
  4. Schäden, die entstehen, wenn ungerechtfertigte Schadensersatzansprüche erhoben werden.

 

Es gibt auch Tarife einiger Tierhalterhaftpflichtversicherungen , die zusätzlich Mietsachschäden übernehmen. Ob dieser Zusatz für Sie sinnvoll ist, muss vom Einzelfall abhängig gemacht werden.

 

Private Haftpflichtversicherung: Tiere inbegriffen?

Für viele Tiere gilt, dass Schäden, die durch sie entstehen, über die private Haftpflichtversicherung abgedeckt sind. Zu ihnen zählen beispielsweise Wellensittiche und Papageien, aber auch Katzen, Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen. Wenn Sie sich privat Bienen, Hühner, Ziegen, Schafe oder Tauben halten, sind diese in der Regel ebenfalls über die private Haftpflichtversicherung gegen potenzielle Schäden versichert. Anders verhält es sich jedoch, wenn Sie die Tiere zu gewerblichen oder landwirtschaftlichen Zwecken halten, in diesem Fall benötigen Sie eine separate Haftpflichtversicherung.

 

 

Die Hundehalterhaftpflichtversicherung

Generell nicht über die private Haftpflichtversicherung ist Ihr Hund mitversichert. Es empfiehlt sich, in jedem Fall eine Versicherung für den Vierbeiner abzuschließen, selbst dann, wenn Sie in einem Bundesland leben, welches dies nicht gesetzlich verankert hat. Denn der Gesetzgeber definiert Ihre Verantwortung, wenn Sie Hundebesitzer sind, sehr klar und deutlich. Sie haften für alle Schäden, die durch Ihren Hund entstehen, in voller Höhe, und zwar mit Ihrem jetzigen und Ihrem zukünftigen Vermögen. Die Schuldfrage wird hier übrigens nicht gestellt, Sie haften auch dann, wenn Sie als Hundebesitzer alles richtig gemacht haben. Für den Gesetzgeber verhält es sich so, dass alleine die Tatsache, einen Hund zu halten, als Gefahr betrachtet wird, für die Sie die Verantwortung tragen. Die Hundehalterhaftpflichtversicherung übernimmt das daraus resultierende Risiko für Sie. Halten Sie sich mehrere Hunde, muss für jedes Tier eine eigene Versicherung abgeschlossen werden.

 

Die Pferdehalterhaftpflichtversicherung

Sollten Sie zu den Menschen gehören, die ein Pferd besitzen, werden Sie die Gefahr, die damit verbunden ist, sofort einschätzen können. Es kann immer sein, dass Ihr Pferd sich durch irgendetwas erschreckt oder sogar mit Ihnen durchgeht. Wenn es infolgedessen zu einem Unfall kommt, bei dem womöglich auch Menschen verletzt werden, kann das sehr teuer für Sie werden. Das Gleiche gilt auch dann, wenn sich Ihrem Pferd ein Mensch unvorsichtig von hinten nähert und das Tier daraufhin instinktiv austritt. Für die Pferdehalterhaftpflichtversicherung gilt wie auch für die Hundeversicherung, dass sie Personen-, Sach- und Vermögensschäden abdeckt. Sie müssen für jedes Pferd eine eigene Versicherung abschließen!

 

Die Versicherungssummen einer Tierhalterhaftpflichtversicherung

Welche Leistungen in ihrer Tierhalterhaftpflichtversicherung enthalten sind, bestimmen Sie selbst. Es gibt Basisangebote bis hin zu Premiumversicherungen. Sinnvoll ist die Unterteilung in Kategorien von einem bis zu fünf Sternen. In jedem Fall sollten Sie eine ausreichende Versicherungssumme wählen. Das Minimum liegt bei einer Deckungssumme von 3 Millionen Euro, besser ist die Absicherung von 20 Millionen Euro. Die Beiträge weichen zwar von Versicherer zu Versicherer ab, doch die Differenz derer zwischen einer Deckungssumme von 3 oder 20 Millionen Euro ist übersichtlich. Im Zweifel ist die höhere Versicherungssumme die bessere Entscheidung.

 

Faktoren, die den Beitrag einer Tierhalterhaftpflichtversicherung beeinflussen

Wie bei vielen anderen Versicherungen auch, können Sie Ihren Beitrag in der Tierhalterhaftpflichtversicherung verringern, wenn Sie eine Selbstbeteiligung pro Schadensfall vereinbaren. Üblicherweise bewegt diese sich im Rahmen zwischen 150 und 250 Euro, allerdings sollten Sie durchaus Tarife ohne Selbstbeteiligung miteinander vergleichen, denn oft sind Tarife ohne eigene finanzielle Beteiligung nicht spürbar teuer als Tarife mit Selbstbeteiligung.

Wenn Sie Besitzer eines Hundes sind, der als Kampfhund eingestuft wird, wird es unter Umständen schwer, eine passende Versicherung zu finden. Es gibt Gesellschaften, die Kampfhunde grundsätzlich ablehnen. Andere versichern diese Hunde nur gegen Aufpreis. Im Zweifel ist jedoch zu klären, ob Ihre Rasse überhaupt zu den Kampfhunden zählt. Auch hier unterscheiden sich die Bestimmungen der Versicherungsgesellschaften.

 

Tipps zu Tierhalterhaftpflichtversicherungen

Bei der Tierhalterhaftpflichtversicherung sollten Sie auf bestimmte Eckpunkte achten, die im Alltag mit Ihrem Tier eine Rolle spielen können. Im Falle der Hundehalterhaftpflichtversicherung ist es anzuraten, darauf zu achten, dass die Police keine Klausel mit der Bezeichnung "Leinenzwang" enthält. Diese besagt nämlich, dass nur für Schäden geleistet wird, die entstanden sind, während Sie mit Ihrem Hund angeleint unterwegs waren. Da Sie aber sicherlich Ihren Vierbeiner auch einmal ohne Leine laufen lassen wollen, sollte diese Klausel nicht enthalten sein.

Ein wichtiger Punkt bei Ihrer Pferdehalterversicherung sollte der Einschluss des "Weiderisikos" sein. Falls Ihr Pferd in einem Stall steht, ist es zudem sinnvoll, Mietsachschäden mit einzubeziehen, wir hatten weiter oben darüber geschrieben, dass diese Leistung nicht automatisch in der Police enthalten ist.

Falls Sie Ihr Tier häufiger einmal in fremde Hände geben - sei es zum Gassi gehen oder für den Ausritt , sollte Ihre Tierhalterhaftpflichtversicherung mit einer Klausel ausgestattet sein, die Fremdhütung beinhaltet.

Meist kann man mit den Versicherern übrigens individuelle Vereinbarungen treffen, wenn Sie ein Freund exotischer Tiere sind. Zu solchen Exoten gehören etwa Schlangen, Leguane, Affen oder Raubkatzen.

 

Tierhalterhaftpflichtversicherung kündigen

Die Laufzeit einer Tierhalterhaftpflichtversicherung wird meist auf ein Jahr festgelegt. Erfolgt nicht drei Monate vor Ablauf dieser Laufzeit eine Kündigung, verlängert sich der Vertrag um ein weiteres Jahr. Wenn Sie Ihre Versicherung kündigen wollen, sollten Sie das am besten per Einschreiben mit Rückschein tun, so vermeiden Sie Ärger, falls der Versicherer angibt, Ihre Kündigung nicht erhalten zu haben. Viele Versicherungsgesellschaften sind jedoch sehr kulant und erlauben sogar eine Kündigung per E-Mail. Neben der hier beschriebenen ordentlichen Kündigung gibt es zwei Fälle, in denen die außerordentliche Kündigung zum Tragen kommt. Wenn der Versicherer den Beitrag für die Tierhalterhaftpflichtversicherung erhöht, haben Sie die Möglichkeit, innerhalb von 4 Wochen den Vertrag zu kündigen. Die zweite Variante, um eine außerordentliche Kündigung aussprechen zu können, ist ein Schaden. Der Versicherer muss Sie in diesem Fall aus dem Vertrag entlassen, und zwar gleichgültig, ob der Schaden reguliert oder nicht reguliert wurde.

 

Nachteile einer Tierhalterhaftpflichtversicherung

Nachteile gibt es nicht bei der Tierhalterhaftpflichtversicherung. Man kann lediglich anmerken, dass eine vorzeitige Kündigung mit dem Nachteil verbunden ist, bereits eingezahlte Beiträge nicht erstattet zu bekommen. So gesehen ist es oftmals besser, eine ordentliche Kündigung auszusprechen. Liegen die Beiträge beim neuen Versicherer allerdings deutlich unter denen der alten Gesellschaft, kann sich die außerordentliche Kündigung dennoch rechnen, wenn Sie die Voraussetzungen dafür erfüllen.

 

Fazit

Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung ist für Sie als Tierbesitzer unbedingt zu empfehlen. Wenn Sie geklärt haben, ob Ihr Haustier in die Kategorie der Tiere fällt, die eine eigene Versicherung benötigen, sollten Sie am besten möglichst viele unterschiedliche Tarife miteinander vergleichen, Sie können so bares Geld sparen. Zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Ihrem Tier gehört auch der Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung!

 

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