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Dieser Text soll Ihnen als Ratgeber dienen, wie Sie eine solide Altersversorgung aufbauen können.
Aus demographischer Sicht nimmt die Notwendigkeit einer soliden Altersvorsorge stetig zu. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht und diese Entwicklung dürfte auch in der Zukunft weiter voran schreiten. Demgegenüber werden immer weniger Kinder geboren, die potentiellen Rentenzahler von Morgen. Zu diesen Faktoren kommen die steigenden Lebenshaltungskosten hinzu, die in Addition zu den genannten Faktoren ein alleiniges Auskommen aus der staatlichen Rentenfinanzierung nahezu unmöglich machen. Die Sicherung des Lebensstandards spielt für uns Bürger eine tragende Rolle. Somit ist es ratsam sich frühzeitig über die Maßnahmen zum Aufbau einer soliden Altersversorgung zu erkundigen. Dieser Text soll Ihnen als Ratgeber dienen, um sich in dem großen Angebot zu Recht zu finden und wichtige Informationen zu bündeln.
Wir Sparer können unsere gesetzliche Rente am Ende unserer Berufslaufbahn lediglich als Basisrente ansehen. Dementsprechend sind wir Bürger durch den Staat angehalten unsere Altersversorgung durch private Eigenleistungen zusätzlich abzusichern. Zu unterscheiden sind hierbei staatlich subventionierte Vorsorgemöglichkeiten, eine private Geldanlage und der Kauf von Immobilien. Sie können dabei, je nach persönlichen Anlagewünschen und finanziellen Möglichkeiten, einen soliden Mix aus diesen Anlageformen wählen. Dies bietet den Vorteil, dass es zu einer Risikostreuung kommt und der Gesamtwert nicht in einer Anlage vorliegt. Gerade in Zeiten der Konjunkturkrise zeigen sich die Auswirkungen eines falschen Anlagekonzeptes. Daher ist es oberstes Ziel, eine sichere Vorsorge aufbauen zu können.
Staatlichen Förderung Wir Sparer können durch ein geeignetes Produkt zu einer staatlichen Förderung gelangen, um uns eine sichere Altersversorgung aufbauen zu können. Diese Produkte sollten daher früh in Betracht gezogen werden. Wir Steuerzahler können dabei zwischen der Riester- und Rüruprente, vermögenswirksamen Leistungen und einer betrieblichen Altersvorsorge wählen.
Grundsätzlich ist die Riesterrente am häufigsten verbreitet und passt sowohl zu Beamten, Angestellten, Arbeitern als auch zu Selbstständigen. Für Eheleute und Familien mit Kindern zahlt sich diese Vertragsform besonders aus, um ihr Geld für das Alter zu sparen. Nachteilig ist die vollständige Steuerpflicht auf die anfallenden Kapitalerträge. Außerdem zahlt sich ab einem gewissen Betrag die Einzahlungshöhe nicht mehr auf den Förderbetrag aus.
Im Gegensatz zur Riesterrente ist die Rüruprente noch nicht allzu verbreitet. Sie war ursprünglich für Selbständige gedacht, die weder in eine Rentenkasse noch in ein berufsständisches Förderwerk einzahlen. Aber auch für Arbeitnehmer und Beamte ist ein Vertragsabschluss möglich. Wir Sparer können bei dieser Rentenvorsorge mehr einzahlen, als es bei der Riesterrente der Fall ist. Jedoch sind die Förderbeiträge geringer. Dafür sind umfassende Steuervorteile möglich. Bis 2025 sind einhundert Prozent der Beiträge voll steuerlich absetzbar, insofern eine Höchstgrenze von 20000 Euro für Singles und 40000 Euro für Paare nicht überschritten wird. Bei Beamten und Angestellten werden diese jedoch mit dem Rentenbeitrag verrechnet. Leider ist die Rente nach 2040 voll zu versteuern. Liegt das Renteneintrittsalter vor diesem Datum, folgt ein variabler prozentualer Steuersatz.
Zusätzlich zu den genannten staatlichen Förderprogrammen haben wir Bürger die Möglichkeit Geld durch vermögenswirksame Leistungen (VWL) zu sparen. Dies ist grundsätzlich für jeden Arbeitnehmer zu empfehlen. Die Konditionen sind im Tarif- oder Arbeitsvertrag geregelt. Der Arbeitgeber übernimmt die Einzahlung, die durch eine Eigenzulage aufgestockt werden kann. Diese monatliche Leistung, im Rahmen von 6,50 bis 40 Euro, kann ein wichtiger und einfacher Baustein für eine sichere Altersversorgung darstellen. Wahlweise können bei Angestellten und Arbeitern die vermögenswirksamen Leistungen in eine betriebliche Altersversorgung überführt werden, auch wenn schon eine Rürup- oder Riesterrente vorliegt. Die Beiträge werden direkt vom Lohn abgezogen und sind bis zu einer Grenze von 2 520 Euro jährlich steuerfrei. Nachteilig sind die volle steuerliche Belastung der Erträge, sowie die Abgabe des Sozialbeitrages auf den Einzahlungsbetrag. Für alle genannten staatlichen Förderungsprogramme gilt, dass Bürger mit einem bevorstehenden Renteneintritt besonders profitieren. Die staatliche Förderung ist aufgrund der kurzen Laufzeit besonders hoch. Dennoch gilt: Auch für Selbständige und junge Steuerzahler winkt eine gute staatliche Förderung. Außerdem sind die Leistungen Hartz-sicher!
Privaten Geldanlage Eine weitere Chance, die wir Sparer zur Verfügung haben um für eine sichere Altersversorgung vorzusorgen, ergibt sich aus einer privaten Geldanlage. Hier ist bei den Verträgen Vorsicht geboten, da das Risiko je nach Anlageform sprunghaft steigen kann. Hierbei gilt grundsätzlich:
 Je mehr Rendite, desto mehr Risiko!
Wichtig ist zu beachten, dass die Beitragssicherheit gewährleistet ist. Wer früher aussteigt, muss mit Verlusten rechnen! Diese Anlageformen werden als kapitalbildende Rentenversicherungen beziehungsweise Sparverträge angeboten. Wir Sparer haben auch eine Möglichkeit die Rendite und Flexibilität zu erhöhen. Dies bezieht sich auf börsennotierte Papiere und Anleihen. Doch Vorsicht, sein Geld für eine sichere Zukunft komplett dort anzulegen wäre sehr riskant. Hier zahlt sich ein guter Mix aus. Bundesanleihen bieten dabei das geringste Risiko. Aktien- und Rentenfonds streuen das Anlagerisiko auf mehrere Papiere. Aufgrund der aktuellen Turbulenzen auf den internationalen Aktienmärkten ist diese Art der Kapitalbildung momentan eher nicht ratsam. Des Weiteren sind die zu erwartenden Kapitalerträge nicht gegen Hartz abgesichert. Die Auszahlungen sind jedoch von einer Sozialabgabe befreit.
Immobilien Wir Sparer setzen zudem häufig auf Immobilien für eine sichere Altersversorgung. Wichtig dabei ist jedoch eine solide Finanzierung, schließlich möchte man vorsorgen und nicht in unnötige finanzielle Schwierigkeiten kommen. Preis und Standort entscheiden ebenfalls über die Effektivität dieser Anlagemöglichkeit. Immobilien bedeuten in der Regel jedoch eine geringe Flexibilität und einen hohen organisatorischen Aufwand.
Bausparverträge sind meistens zur finanziellen Altersversorgung ungeeignet. Sie rentieren sich nur für Modernisierungs- oder Baumaßnahmen.
Die Vermietung von Eigentum bedeutet einen lebenslangen Pflegeaufwand und erfordert eine gute Kalkulation. Das Eigenheim als Sicherheit im Alter ist bei einem sicheren Einkommen sowie bei einem soliden Eigenanteil ratsam.
Fazit Abschließend gilt, dass je nach finanziellen Möglichkeiten, Familienstatus und Sicherheit des Arbeitsplatzes eine sichere Altersvorsorge gebildet werden kann. Als Basis sollten, neben der gesetzlichen Rente, die staatlichen Förderprogramme genutzt werden. Hier vor allem die Riesterrente und die vermögenswirksamen Leistungen. Für Selbstständige bietet sich verstärkt die Rüruprente an. Ist noch Geld für andere Vorsorgemaßnahmen vorhanden, sollten private Vorsorgeverträge abgeschlossen werden. Hier kann die Rendite höher ausfallen, wobei das Risiko ebenfalls steigt. Als Grundabsicherung sollten dabei Kosten, Risiko und Nutzen besonders aufmerksam abgewogen werden. Immobilien können diesen Mix zusätzlich aufwerten und somit eine sichere Zukunft im Alter gewährleisten. Wir Bürger sollten jedoch die Besonderheiten der Verträge beachten und die eigenen Mittel nicht überschätzen. So können wir Sparer im Alter die Früchte unserer zeitigen Vorsorge ernten und unbesorgt in die Zukunft gehen. Daher sollten Sie so früh wie möglich eine Altersvorsorge aufbauen.
21.04.2009 txt/293078 Altersversorgung
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