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Finanzen für Anfänger 03: Zahlungsverkehr, Kundenkarte und Kreditkarte
Kundenkarte und Kreditkarte

Neben dem Girokonto an sich spielt im Bereich des Zahlungsverkehrs insbesondere die Kundenkarte bzw. eine mögliche Kreditkarte eine Rolle. Da heute immer mehr Zahlungen ohne Bargeld durchgeführt werden, ist zumindest die Kundenkarte zum Standard geworden und gehört zu jedem Girokonto dazu. Diese wird in der Regel kostenfrei angeboten und man kann mit dieser Kundenkarte als Maestro-Karte bargeldlos in den meisten Geschäften in Deutschland und im europäischen Ausland zahlen und natürlich auch an Geldautomaten Bargeld verfügen. Auch das Ausdrucken der Kontoauszüge ist mittels der Kundenkarte bequem und einfach möglich. Zur Karte an sich erhalten Sie stets eine Geheimzahl, die Sie im Idealfall im Gedächtnis behalten sollten und nicht notieren sollten. Falls Sie die Geheimzahl dennoch aufschreiben möchten, dann sollte dieses zumindest „getarnt" geschehen, zum Beispiel indem Sie die PIN (Geheimzahl) in eine imaginäre Telefonnummer einbauen und dann im Handy speichern oder im Terminkalender notieren. Lautet Ihre Geheimzahl zum Beispiel „5647" könnten Sie diese als Adresseintrag im Handy-Telefonbuch in der Form speichern: Herr Detmold Büro 040 (am besten die Vorwahl in der Stadt, in der Sie wohnen) 1056472. Diese Nummer ist völlig unauffällig und niemand wird dahinter eine versteckte Geheimzahl vermuten, aber sie werden durch die integrierten Ziffern auf jeden Fall an Ihre PIN erinnert, denn SIE wissen natürlich, dass Sie keinen Herrn Detmold kennen.

Neben der Kundenkarte/Maestrokarte werden heute auch immer häufiger Kreditkarten zum Girokonto oder auch ohne Girokonto von den Banken und anderen Anbietern offeriert. Hier gilt im Grunde das Gleiche wie zuvor beim Girokonto, nämlich dass die zu zahlenden Gebühren für die Kreditkarte und deren Nutzung zwischen den Anbietern sehr unterschiedlich sind. Je nach Art der Kreditkarte können zum Beispiel die Jahresgebühren zwischen 0 und 120 Euro schwanken, was natürlich schon einen gewaltigen Unterschied darstellt. Von daher sollten Sie im Bereich der Kreditkarte auf jeden Fall einen Vergleich zwischen den verschiedenen Angeboten vornehmen. Hinsichtlich der Kreditkarten ist auch im Rahmen eines durchzuführenden Vergleiches wichtig zu wissen, dass es verschiedene mögliche Gebühren rund um die Nutzung der Kreditkarte gibt.

Die nutzungsunabängige Gebühr ist die Jahresgebühr. Diese beträgt je nach Art und Leistungsmerkmalen der Kreditkarte zwischen 10 und 120 Euro.Allerdings bieten inzwischen viele Anbieter zumindest im ersten Jahr eine komplette Befreiung für die Jahresgebühr an, und immer mehr Anbieter gehen sogar dazu über, die Jahresgebühr auf Dauer zu streichen. Das Fazit für Sie als Kunde lautet hier also: für eine „Einstiegskreditkarte" mit reinen Zahlungsverkehrsfunktionen muss man heute keine Jahresgebühr mehr zahlen, da nicht wenige Anbieter auf diese Gebühr verzichten.
Die zweite Gebühr, die in Zusammenhang mit der Kreditkarte anfallen kann, ist die für Bargeldabhebung an Geldautomaten. In diesem Bereich gibt es größere Unterschiede zwischen den Anbietern. Es kann möglich sein, dass immer Gebühren bei Bargeldverfügungen von ca. 1-3 Prozent der verfügten Summe anfallen, aber es ist heute eher die Regel, dass zumindest in Deutschland und in der Euro-Zone, also in den Ländern, welche den Euro als Landeswährung besitzen, keine Gebühren mehr für Bargeldverfügungen am Geldautomaten anfallen. Manche Anbieter werben sogar damit, dass Sie mit der Kreditkarte weltweit an vielen hunderttausend Geldautomaten kostenlos verfügen können. Auch hier gilt also für Sie: Angebote vergleichen mit dem Wissen, dass auch eine Gebühr für Bargeldverfügungen am Geldautomaten „nicht sein muss".
Die dritte mögliche Gebühr rund um die Nutzung der Kreditkarte steht im Zusammenhang mit dem bargeldlosen Zahlen in Geschäften, Hotels, Restaurants etc..In diesem Bereich ist es heute Standard, dass für das bargeldlose Zahlen im Inland und in der Euro-Zone keine Gebühren anfallen. Zahlt man jedoch in Ländern mit einer anderen Währung als dem Euro, so kann man mit Gebühren zwischen 1-4 Prozent (oder auch mindestens 5 Euro) der verfügten Geldsumme rechnen.

Wenn Sie sich nun als Schüler, Student, Auszubildender oder Berufsanfänger sagen, das Thema Kreditkarte ist für mich ohnehin noch nicht interessant, weil ich aufgrund mangelnder Einkommenshöhe ohnehin keine Kreditkarte erhalte, so ist dieses nicht mehr zutreffend. Durch Einführung der so genannten Prepaid-Kreditkarte ist es heutzutage so, dass im Grunde jeder Kunde eine Kreditkarte erhalten kann, selbst Schüler (ab 18) und Arbeitslose, die noch vor einigen Jahren aufgrund mangelnder Bonität keine Kreditkarte erhalten haben. Diese Tatsache ist vor allem dadurch zu begründen, dass es sich bei der Prepaid-Kreditkarte nicht um eine „echte" Kreditkarte handelt, da der Inhaber keinen „Kredit hat". Man kann die Prepaid-Kreditkarte am einfachsten mit einer Handy-Prepaidkarte vergleichen, denn auch hier kann man nur über bestehendes Guthaben verfügen, was sich auf dem Kreditkartenkonto befindet. Sie können als Karteninhaber also alle Zahlungsverkehrsfunktionen der Kreditkarte, insbesondere auch das Zahlen im Internet, welches immer beliebter wird, ohne Einschränkungen nutzen, es besteht aber dennoch „keine Gefahr", dass man sein Konto überzieht oder über Gelder verfügt, die man gar nicht besitzt. Wenn Sie also gerne die Vorteile der Kreditkarte nutzen möchten, dann lassen Sie sich auch als Schüler oder Student nicht von etwaigen Ablehnungen der Banken beeindrucken und weisen Sie auf die Prepaid-Kreditkarte hin, die jeder Bürger ab dem 18. Lebensjahr ohne Einschränkung erhalten kann.

Als Fazit bleibt für Sie in Zusammenhang mit der Kreditkarte Folgendes festzuhalten: Sie können heute eine Kreditkarte mit allen notwendigen Funktionen bei einigen Anbietern kostenlos erhalten, und diese Kostenfreiheit besteht auch durchgehend, falls sie keine bargeldlosen Zahlungen im Ausland außerhalb der Eurozone vornehmen. Möchten Sie also zum Beispiel als Berufsanfänger die Kreditkarte zum bargeldlosen Zahlen, zum Bargeldverfügen oder zum Zahlen im Internet nutzen, so sollten Sie einige Angebote finden, wo diese Leistungen Sie keinen Cent kosten.

Für den gesamten Bereich des Zahlungsverkehrs können Sie als Schüler, Student, Auszubildender oder Berufsanfänger für sich als Zusammenfassung festhalten, dass Sie auf jeden Fall die gewünschten Produkte stets zwischen den Anbietern vergleichen sollten und Gebühren sowie auch anscheinende Kostenfreiheit stets genau hinterfragen sollten. Möchten Sie ein Girokonto mit allen Zahlungsverkehrsfunktionen mitsamt einer Kreditkarte nutzen, so bekommen Sie diese Kombination heute vielfach ohne jegliche Kosten und Gebühren angeboten, zudem bieten viele Banken inzwischen sogar eine recht attraktive Guthabenverzinsung auf dem Girokonto an.

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Finanzen für Anfänger Kapitel

01: Inhaltsverzeichnis
02: Zahlungsverkehr, Girokonto
03: Zahlungsverkehr, Kundenkarte und Kreditkarte
04: Sparen und Geldanlage, Banksparvertrag

05: Sparen und Geldanlage, Bausparvertrag
06: Sparen und Geldanlage, Investmentsparen / Fondssparvertrag
07: Sparen und Geldanlage, Private Rentenversicherung

08: Sparen und Geldanlage, Kapitallebensversicherung
09: Geld- und Kapitalanlagen, Spareinlagen
10: Geld- und Kapitalanlagen, Tagesgeld
11: Geld- und Kapitalanlagen, Festgeld
12: Geld- und Kapitalanlagen, Bundeswertpapiere, Tagesanleihe
13: Geld- und Kapitalanlagen, Bundeswertpapiere, Finanzierungsschätze
14: Geld- und Kapitalanlagen, Bundeswertpapiere, Bundesschatzbriefe
15: Geld- und Kapitalanlagen, Bundeswertpapiere, Bundesobligationen
16: Geld- und Kapitalanlagen, Bundeswertpapiere, Bundesanleihen
17: Geld- und Kapitalanlagen, Verzinsliche Wertpapiere
18: Geld- und Kapitalanlagen, Verzinsliche Wertpapiere, Staatsanleihen
19: Geld- und Kapitalanlagen, Verzinsliche Wertpapiere, Floater / Floating Rate Notes
20: Geld- und Kapitalanlagen, Verzinsliche Wertpapiere, Pfandbriefe
21: Geld- und Kapitalanlagen, Anleihen, Auslandsanleihen und Währungsanleihen
22: Geld- und Kapitalanlagen, Anleihen, Wandelanleihen
23: Geld- und Kapitalanlagen, Anleihen, Optionsanleihe
24: Geld- und Kapitalanlagen, Anleihen, Genussscheine
25: Geld- und Kapitalanlagen, Anleihen, Industrieanleihen
26: Geld- und Kapitalanlagen, Aktien
27: Geld- und Kapitalanlagen, Aktien, Tipps zum Kauf
28: Geld- und Kapitalanlagen, Aktien, so kaufen Sie Aktien
29: Geld- und Kapitalanlagen, Aktien, Verkauf und Handel
30: Geld- und Kapitalanlagen, Investmentfonds
31: Geld- und Kapitalanlagen, Investmentfonds, Geldmarktfonds
32: Geld- und Kapitalanlagen, Investmentfonds, Rentenfonds
33: Geld- und Kapitalanlagen, Investmentfonds, Immobilienfonds

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