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Es gibt genug Gründe, wegen der Finanzkrise ein Auto zu kaufen

Es gibt immer noch genug gute Gründe, warum Autofahrer gerade wegen der Finanzkrise sich gerade jetzt einen Neuwagen kaufen sollen. 

Neben der „Finanzkrise" ist nach wie vor das Wort "Börsencrash" in aller Welt Munde. Und zunächst verunsichern diese Begrifflichkeiten  insbesondere die Autokäufer, die sich für dieses oder nächstes Jahr einen neuen fahrbaren Untersatz zulegen wollen.  Dabei wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt. Wir nennen Ihnen gute Gründe, sich einen Neuwagen gerade jetzt zu zulegen.

Antizyklisch reagieren

Wenn man schon an Börsencrash denken muss, dann sollte man sich auch dem erfolgreichsten Grundsatz der Börse zu eigen machen: Kaufen, wenn die Kurse niedrig sind. Dennoch lassen sich derzeit viele Käufer verunsichern - und warten erst einmal ab. Und am meisten betroffen sind die Autofahrer. Sie fahren weiterhin ihren alten Wagen, statt einen Neuwagen zu kaufen. Und dieser Wagen ist in Deutschland mittlerweile im Schnitt neun Jahre alt. Die Konsequenz: Trotz toller Rabatierungsmöglichkeiten stehen sich Neuwagen die Reifen platt, die KFZ-Ausstellungsräume bei den Händlern quellen über. Dem Käufer kann das recht sein - das Überangebot ist die beste Voraussetzung für Verbraucher, ein Schnäppchen zu machen.

Auto in Zahlung geben lohnt sich 

Wir sehen es tagtäglich zur Primetime im Fernsehen. Die Werbebotschaften der Autohersteller. Selbst ein gebrauchtes Fahrzeug wird von vielen Herstellern noch gut bezahlt. Es kann auch ein richtig altes sein. Citroën winkt zum Beispiel mit 5.000 Euro für den Altwagen, wenn ein C6 gekauft wird.  Solche Angebote sollte man aber mit Vorsicht genießen: Nicht immer geht die Rechnung auf. Denn zeigt sich der Händler bei der Inzahlungnahme überaus großzügig, kann es sein, dass er dafür beim Rabatt für den Neuwagen einspart. Deshalb besser genau prüfen, ob es sich nicht vielleicht doch lohnt, den Alten privat zu verkaufen und den Rabatt für den Neuwagen mitzunehmen. Ist der Alte aber in schlechtem Zustand und privat unverkäuflich, kann die Inzahlungnahme über Wert tatsächlich ein richtig tolles Geschäft sein.

Finanzierungen sind erschwinglich

seitdem sich die Bundesregierung durchgerungen hat, Anreize zum Kauf umweltfreundlicher Autos zu schaffen, sind auch steuerlich mit interessanten Ersparnissen zu rechnen . Wer bis zum 30.6.2009 einen Neuwagen mit der Abgasnorm Euro 5 oder 6 kauft, soll nach Vorgabe einen Steuerbonus bekommen: Diese Autos werden maximal zwei Jahre von der Steuer befreit. Maximal deshalb, weil die Förderung nur bis zum 31.12.2010 datiert ist.

Aber das ist nicht die einzige Vergünstigung, die uns der Staat in Aussicht stellt. Um der Konjunktur unter die Arme zu greifen, werden auch Autos mit der Euronorm 4 gefördert - also alle Neuwagen, denn Euro 4 ist gesetzlich vorgeschrieben. Auch hierbei sollte man jedoch beachten, dass  Euro-4-Autos nur für ein Jahr befreit werden können. Konkret heißt das: Der Kauf eines Suzuki Alto 1.0 (Euro 5) wird mit 134 Euro vom Staat gefördert, der eines Opel Insignia 1.8 (Euro 5) mit 242 Euro, und Käufer eines 245 PS starken BMW 330d (Euro 6) dürfen sogar mit 926 Euro Ersparnis rechnen.

Die Ursache dieser differenzierten Behandlung vom Finanzamt liegt auf der Hand: Die Berechnung erfolgt nach Antriebsart und Hubraum - große Fahrzeuge werden folglich stärker gefördert. Das ist nicht unumstritten. Und darum gibt es von den großen Autoverbänden wie dem ADAC Aufforderungen an dem Gesetzgeber, dass die Berechnungsgrundlage der Kfz-Steuer möglichst schnell auf den CO2-Ausstoß umzustellen ist.  Insofern ist die derzeitige  Steuerförderung nur als Zwischenlösung zu sehen. Dann wären tatsächlich verbrauchsarme und umweltfreundliche Fahrzeuge bessergestellt.

Derzeit erfüllen mehr als 200 Modelle vom Alfa MiTo bis zum VW Phaeton die strengen Euronormen 5 oder 6. Die komplette Liste der steuerbefreiten Modelle bekommt man in zum Beispiel in den Geschäftsstellen des ADAC oder auf der Internetseite vom ADAC.

Kfz-Versicherung wird immer billiger

Die Preise für Kfz Versicherungen gehen seit Jahren auf breiter Front runter. Die Versicherungsgesellschaften kämpfen mit Billigtarifen, billige Zweitwagen Tarife und Sonderrabatten um Kunden.
Teilweise sind 30-40% Einsparungen bei einem Wechsel möglich. Das können einige hundert Euro Ersparnis im Jahr ausmachen.

Heutzutage im Zeitalter des Internets ist es kein Hexenwerk mehr, alljährlich die Kfz-Versicherungspolice zu überprüfen Und vor allen Dingen auch sehr unproblematisch zu wechseln. In den angebotenen KFZ-Tarifrechnern, zum Beispiel dieser hier: KFZ-Tarifrechner kann man sehr schnell erfahren, welche KFZ-Versicherung für einen aktuell am Besten ist.

Die Qualität der Autos wird immer besser

Wer kann sich nicht daran erinnern, als es bei Mercedes nur drei Pkw-Modelle gab? 190er, mittlere Baureihe (W124) und S-Klasse (W126) - das war's. Heute beinhaltet die Flotte stolze 18 Modellreihen, die mit zahlreichen Getriebe- und Motorvarianten um im Konzert der Großen eine gewichtige Rolle mitspielen wollen. Und das gilt nicht nur für Mercedes. Mit immer mehr Nischenmodellen will die Autoindustrie inzwischen für jeden Kunden das passende Fahrzeug bieten.

So wäre vor zehn Jahren eine Mercedes R-Klasse als Mischung aus Van und Geländewagen genauso undenkbar gewesen wie ein Peugeot 1007, der im Kleinstwagensegment mit elektrischer Schiebetür und erhöhter Sitzposition besonders bei der älteren Generation punktet. Was uns Verbraucher bzw. Autofahrer erleichtern sollte: Einen echten Fehlkauf gibt es bei der derzeit angebotenen Modellpalette kaum noch - die Autos werden immer besser!

Finanzierungen sind erschwinglich

Gerade für diejenigen, die  das Geld nicht cash in ihren Geldbörsen haben, können sich die derzeitigen Finanzierungsangebote durchaus lohnen. Es ist  kein Einzelfall, dass mancher Autokäufer bei diversen Hersteller mit einem Neuwagen vom Hof rollt, ohne nur einen Cent bezahlt zu haben. Ein zinsloses Darlehen gewährt mittlerweile ein Großteil der Autohersteller (0,0-Prozent-Finanzierung). Oftmals gehen die Angebote noch weiter: Dann ist nicht einmal mehr eine Anzahlung nötig, und die erste Rate muss erst zwölf Monate nach dem Kauf überwiesen werden. So macht das zum Beispiel Fiat.

Autos müssen nicht über 10.000 Euro kosten

Sehr positiv ist der Trend, dass es immer mehr Angebote für wenig Geld gibt. Und hier haben vor allem die Importeure die Nase vorn. Über zwanzig Fahrzeugtypen stehen zur Wahl, wenn das neue Auto nicht mehr als 10.000 Euro kosten darf (nachzuschauen auf der ADAC-Webseite). Und das sind keine rollenden Blechhauben, sondern in den meisten Fällen ernst zu nehmende Fortbewegungsmittel mit ausreichenden Sicherheitsmechanismen.

Ein gutes Beispiel  ist der zwischen 7.500 und 10.000 Euro teure Dacia Sandero, der sich im Vergleich mit hochpreisigeren Konkurrenten ordentlich schlägt . Auch wenn Luxus in dieser Preisklasse nicht zu erwarten ist, bieten manche Modelle sogar den Komfort einer Zentralverriegelung (Kia Picanto), elektrischer Fensterheber (Suzuki Splash) oder einer verschiebbaren Rückbank (VW Fox).

Aber allen voran empfehlen nicht nur wir, sondern auch der ADAC, bei der Auswahl unbedingt die  Sicherheitsausstattung nicht  zu vernachlässigen. Es ist leider keine Seltenheit, dass es gerade bei den Billigversionen zu technischen Defiziten kommt. Dass vier Airbags und ABS mittlerweile Standard sind, daran haben wir uns gewöhnt, aber Kopf-Airbags und ESP dagegen noch lange nicht. Besonders auf das Anti-Schleuder-System ESP sollte Wert gelegt werden, selbst wenn es nur mit zusätzlichen Kosten als Extra zu haben ist. Bei einem aktuellen Opel Agila kostet der ESP gerade einmal 360 Euro. So viel muss einem die eigene Sicherheit unbedingt wert sein.

Autos sind so billig wie noch nie

Sicherlich sind die Preislistenpreise der Auto-Hersteller in den vergangenen Jahren beträchtlich nach oben geschossen. Aber lassen Sie sich nicht durch hohe Listenpreise abschrecken. Sie benötigen derzeit  kein großes Verhandlungsgeschick, um dem Autohändler einen Rabatt abspenstig zu machen. Wesentlich größere Nachlässe als gewohnt sind bei Neuwagen zurzeit die Regel. Lohnen kann es sich auch, ein Auto direkt vom Händlerhof zu nehmen oder konkret nach Tageszulassungen und Vorführwagen zu fragen - hier ist meist noch mehr Spielraum.

Außerdem zeigen sich die Hersteller bei Sonderaktionen außergewöhnlich spendierfreudig: Wer zum Beispiel jetzt einen neuen Ford  erwirbt, zahlt zunächst nur die Hälfte - den Rest erst 2010.

Chevrolet und Subaru »verschenken« beim Kauf eines Neuwagens eine Autogasanlage, die sonst zwischen 2.000 und 3.000 Euro Aufpreis kostet. Für das gesparte Geld lassen sich mehr als 40.000 Kilometer mit günstigem Flüssiggas fahren.

Der Peugeot-Händler bietet derzeit jedem Neuwagenkäufer 1.200 Euro in bar an und Ford stellt sogar das erfolgreiche Flatrate-Modell aus anderen Branchen jetzt praxisnah in ihren eigenen Angeboten dem Käufer zur Verfügung. Ford verspricht, dass durch diese Option die tatsächlichen monatlichen Kosten inklusive Garantie und Wartung für jedermann überschaubar wird. Ford übernimmt alle Wartungskosten für vier Jahre.

Neue Autos waren noch nie sicherer als jetzt

Nicht nur die seit Jahren sinkende Zahl der Unfalltoten ist ein Indiz dafür, dass sich das Sicherheitsniveau auf deutschen Straßen erheblich verbessert hat. Autos sind heute so sicher wie nie zuvor. Selbst mancher Kleinwagen erreicht heute Höchstwertungen.

Zum Beispiel bei einem normalen Aufprall auf eine deformierbare Barriere mit ca. 64 km/h kommen die Personen, die in einem Fiat 500 sitzen,  im Vergleich zum Vorgängermodell mit geringen Verletzungen davon - im alten Panda hatten sie wesentlich schlechtere Karten. Ein echter Fortschritt zeigt sich selbst bei Herstellern, die seit jeher im Ruf stehen, sichere Autos zu bauen: Eine acht Jahre alte Mercedes E-Klasse kommt nur auf vier Sterne im offiziellen Crashtest des ADAC, das aktuelle Modell schafft fünf.

Nicht zu vergessen: Während die meisten Neuwagen mit ESP sicher auf Kurs bleiben, werden alte Autos - nicht nur bei Eis und Schnee - schneller aus der Bahn geworfen.

Neue Autos bleiben weniger liegen

Dass Autos tendenziell aufgrund ihrer Bauart zuverlässiger sind als früher, beruhigt ungemein. Was hatten wir Autofahrer  in der Vergangenheit doch mit verschlissenen Keilriemen oder defekten Kupplungen zu kämpfen. Was hinsichtlich der Pannenstatistik bleibt,  sind gegenwärtig noch  überdurchschnittlich hohe Elektrikprobleme. Ansonsten ist die heutige Fahrzeuggeneration sieben Mal weniger pannenanfällig als zum Beispiel ein VW Käfer von 1978.

Auch die Auswertung der jährlichen ADAC-Pannenstatistik sagt es klar: Die Wahrscheinlichkeit, mit einem acht Jahre alten Auto auf dem Pannenstreifen liegen zu bleiben, ist acht Mal höher als mit einem Neuwagen. Bereits nach vier Jahren steigt die Pannenhäufigkeit merklich an. Hinzu kommen häufigere Reparaturen von Verschleißteilen (Auspuff etc.), die zwar nicht in die Statistik eingehen, aber Kosten verursachen.



Geschrieben am: 07.08.2009
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