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Gewerbestrom - Infoblatt

Alles was man zu Gewerbestrom und einem Wechsel des Anbieters wissen muss!

 

Was ist Gewerbestrom?

Als Gewerbestrom bezeichnet man Strom, der von Gewerbetreibenden und kleineren Unternehmen genutzt wird. Der Begriff Gewerbestrom bezeichnet jedoch keine andere Art von Strom, als sie im Privathaushalt genutzt wird. In der Regel ist der Gewerbestrom ein Sonderangebot der Stromversorger an ihre Gewerbekunden. Gerade diese sind natürlich besonders auf die Zuverlässigkeit ihres Stromanbieters angewiesen, da Stromausfälle zu verheerenden finanziellen Einbußen führen können.

 

Wer kann Gewerbestrom beziehen?

Ein Unternehmen muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um überhaupt Gewerbestrom beziehen zu dürfen. Einige Anbieter fordern zum Teil eine Mindestabnahmemenge von 30.000 oder 50.000 Kilowattstunden, ohne die der Gewerbestrom sonst erst gar nicht angeboten wird. Je nach Stromverbrauch wird das Gewerbe innerhalb von Deutschland über verschiedene Netzzugänge versorgt. Während Stromabnehmer mit Spitzenwerten oft direkt an das Hochspannungsnetz angeschlossen sind, beziehen mittelständische Unternehmen ihren Strom oft über das Mittelspannungsnetz und kleinere Gewerbe werden wiederum mit Strom aus dem Niederspannungsnetz versorgt

 

Die Kosten für Gewerbestrom steigen:

Der Preis für Gewerbestrom ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Die Kosten, die dadurch verursacht werden, machen einen Großteil der gesamten industriellen Energiekosten aus. In manchen stromintensiven Branchen können die Stromkosten sogar die Lohnkosten übertreffen. Verglichen mit anderen europäischen Ländern müssen deutsche Gewerbekunden zur Zeit den fünfhöchsten Strompreis bezahlen. Der Strom ist ein wichtiger Kostenfaktor für Unternehmen. Durch die immer weiter steigende Tarifvielfalt haben inzwischen auch kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit, ihre Stromkosten zu senken und die Ersparnisse an anderer Stelle einzusetzen.

In Deutschland gibt es weit mehr als 900 Stromanbieter, die wiederum über 7000 verschiedene Tarife anbieten. Neben dem bewussten Umgang mit Strom in alltäglichen Situationen, ist der Wechsel des Stromanbieters der einfachste und auch effektivste Weg, die Kosten für die Stromversorgung zu minimieren. Zusätzlich dazu können Sie von dem Wechsel des Stromlieferanten profitieren, da so der Wettbewerb zwischen den Energieunternehmen angeregt wird. Auch wenn Gewerbekunden reduzierte Abgaben und Steuern zu zahlen haben, leiden sie darunter, dass der Wettbewerb auf dem Energiemarkt weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Es ist deshalb sinnvoll, Ihren Anbieter regelmäßig mit anderen Anbietern zu vergleichen.

 

 

Wer den Bezug von Gewerbestrom für sein Unternehmen in Anspruch nehmen möchte, wird in drei Kategorien unterteilt.

  1. Allgemeiner Tarif

Für den Allgemeinen Tarif wird der Gewerbestrom in der Regel unterteilt in den Arbeitspreis für die verbrauchte elektrische Arbeit, also in die Kilowattstunden pro Jahr und in den Leistungspreis, der die elektrische Leistung (kW) abrechnet.

Da der allgemeine Tarif nicht individuell angepasst ist, eignet er sich besonders für Gewerbe, die in ihrem Stromverbrauch keine besonderen Schwankungen zu verzeichnen haben. Sollte ein Unternehmen jedoch zu bestimmten regelmäßigen Zeiten Spitzenwerte erreichen, ist es sinnvoll individuelle Rahmenbedingungen mit dem Anbieter zu vereinbaren.

  1. Sonderabkommen

Neben dem Allgemeinen Tarif gibt es für Unternehmen auch die Möglichkeit ein Sonderabkommen mit ihrem Anbieter zu vereinbaren. Das ist vor allem dann möglich, wenn das Unternehmen seinen Strom mindestens aus dem Mittelspannungsnetz bezieht. Der Vorteil eines Sonderabkommens liegt darin, dass auftretende Spitzenwerte, wie oben beschrieben, separat abgerechnet werden können. Für diesen Fall kann ein ¼ Zähler eingebaut werden, der den Energieverbrauch nach jeder Registerperiode (15 Minuten) speichert. Jedoch müssen auch hierbei gewisse Kriterien erfüllt sein, um eine Bewilligung des Sonderabkommens zu erhalten. Viele Anbieter verlangen zum Beispiel, dass entweder eine gewisse Mindestmenge an Strom im Jahr abgenommen wird oder aber, dass eine im Vorfeld festgelegte Mindestleistung nicht überschritten werden darf. Beispielsweise dürfen dann im Jahr nicht mehr als zehn oder zwanzig Kilowatt bezogen werden.

  1. Sondervertragskunden

Ein Sondervertragskunde sind in der Regel meist nur größere Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen.

 

Auch bei dem Bezug von Gewerbestrom gibt es inzwischen die Möglichkeit zwischen verschiedenen Stromkonstellationen auszuwählen. Je nach Unternehmen können Sie wählen, ob Ihr Strom aus natürlichen und regenerativen Quellen erzeugt wird, ob es sich um herkömmlichen Strom handelt oder ob eine Mischung aus beidem verwendet wird. Durch die in Deutschland vorgeschriebene Stromkennzeichnung sind alle Energieunternehmen verpflichtet zu kennzeichnen, wie sich der Strommix im Einzelnen zusammensetzt.

 

 

Wie  wechselt man richtig?

Bei einem Stromverbrauch bis zu 100.000 kWh pro Jahr können Sie einen Allgemeinen Gewerbestromtarif nutzen. Sie sind dabei jedoch nicht an Ihren Grundversorger gebunden.

Da dieser Tarif nicht individuell geregelt ist, können Sie ganz einfach einen Tarifvergleich im Internet durchführen. Dazu brauchen Sie lediglich die Postleitzahl Ihres Unternehmens, sowie den jährlichen Stromverbrauch anzugeben, schon werden Ihnen alle verfügbaren Tarife angezeigt, zwischen denen Sie den besten Tarif auswählen können. Die Unterlagen für den gewünschten Tarif können Sie dann gleich im Internet ausfüllen. Alle weiteren Formalitäten werden in der Regel von Ihrem neuen Anbieter für Sie übernommen.

Großkunden können ein individuelles Angebot für Gewerbestrom anfordern, Vorausgesetzt der Verbrauch pro Jahr überschreitet die 30.000 kWh Grenze im Jahr  oder Sie können eine registrierende Leistungsmessung mit einer Leistungsspitze von mindestens 30 kW vorweisen. Um ein individuelles Angebot für Gewerbestrom bei Ihrem Anbieter einzuholen, benötigen Sie einige Daten, die Sie in Ihrem Antrag angeben müssen:

 

  1. Ablauf des jetzigen Stromvertrags:

Es ist wichtig, dass Sie Ihrem neuen Anbieter mitteilen, wann Ihr jetziger Stromtarif endet, damit das Datum der nächstmöglichsten Belieferung für den Anbieter ersichtlich wird. Diese Angaben können Sie in Ihrem jetzigen Vertrag unter dem Punkt „Vertragsdauer“ nachlesen oder aber auch persönlich bei Ihrem Versorger erfragen.

 

  1. Lieferspannung

Mit der Angabe der Lieferspannung kann überprüft werden, ob Ihrem Gewerbe vor Ort eine eigene Trafostation zur Verfügung steht. Die Angabe der Lieferspannung können Sie auch hier in Ihrem jetzigen Vertrag unter dem Punkt „Lieferung der elektrischen Energie“ nachlesen oder bei Ihrem Anbieter erfragen. Zu Ihrer Orientierung sind hier mögliche Antworten aufgelistet:

  1. Sie beziehen Strom aus der Netzebende 2 (Niederspannung) was in etwa 230- 400 Volt entspricht. Das heißt sie besitzen weder eine eigene Trafostation, noch sind Sie im Besitz eines 10 kV Kabels, das zur Trafostation führt.
  2. Sie beziehen Strom aus der Netzebende 3 (Umspannung), was ungefähr 100 Volt entspricht. Das heißt Sie sind im Besitz eines 10 Kv Kabels, das zur Trafostation führt.
  3. Sie beziehen Strom aus der Netzebene 5 (Hochspannung), was 10.000- 20.000 Volt entspricht. In diesem Falle sind Sie im Besitz einer eigenen Trafostation.

 

  1. Jahreshöchstleistungsspitze

Bei der Jahreshöchstleistungsspitze handelt es sich um den höchsten ermittelten ¼ Stundenwert in kW, der im letzten Abrechnungsjahr ermittelt wurde.

 

Der Jahresverbrauch in kWh im Haupttarif und im Nebentarif

Die Unterscheidung zwischen Haupttarif und Nebentarif bezieht sich im Prinzip nur auf bestimme Betriebszeiten. Der Haupttarif meint meistens den Tagesstrom in der Zeit von 6 Uhr bis 22 Uhr, während der Nebentarif die restliche Zeit abdeckt, also die Stromversorgung von 22 Uhr bis 6 Uhr abdeckt.

Auch die Angabe dieses Verbrauches finden Sie in Ihrem jetzigen Stromvertrag oder aber Sie fragen bei Ihrem aktuellen Stromversorger nach. Solltet Sie bisher noch nicht nach dem Haupt- und Nebentarif abgerechnet worden sein, müssten Sie dennoch eine ungefähre Schätzung des Verbrauches abgeben. Fragen Sie bei aufkommenden Schwierigkeiten auch in diesem Fall bei Ihrem aktuellen Stromanbieter nach.

Nachdem Sie Ihren individuellen Antrag ausgefüllt haben, wird dieser an das jeweilige Stromunternehmen gesendet, das sich in kurzer Zeit mit Ihnen in Verbindung setzen wird, um alle weiteren Formalitäten mit Ihnen abzuklären.

 

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