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Wie können Fahranfänger sparen?

Wie Fahranfänger beim ersten eigenen Auto clever sparen!

Mit dieser Checkliste werden Fahranfänger und ihre Eltern mit cleveren Tipps unterstützt, die Kosten für das erste eigene Auto so gering wie möglich zu gestalten. Dabei geht es insbesondere um Sparmöglichkeiten bei der KFZ-Versicherung sowie bei der Aufnahme eines Autokredits und viele
weitere Stellschrauben, mit denen Sparpotenziale realisiert werden können.

 

Was sind Kosten, die durch ein Auto auf Fahranfänger zukommen?   

Der Wunsch nach dem ersten eigenen Auto ist bei fast allen jungen Erwachsenen sehr groß. Viele der angehenden Fahranfänger sehen als Kosten für das eigene Auto meist nur die Kosten für den Führerschein und die Anschaffungskosten des ersten Autos. Leider gibt es aber noch eine Vielzahl an weiteren Kostenbestandteilen, die von Fahranfängern berücksichtigt werden müssen.

Zu nennen sind hier vor allem Kosten für die KFZ-Versicherung, einen Autokredit (falls notwendig), die KFZ-Steuer, Benzinkosten, Kosten für Reparaturen durch Verschleiß und nicht zuletzt Kosten für Umbauten, wie z.B. Kosten für eine neue HiFi-Anlage. Die daraus entstehenden monatlichen Belastungen können Fahranfänger erschrecken, da diese in der Summe in vielen Fällen höher sind, als Kosten für das erste Auto selbst.

So stellen sich viele Fahranfänger und deren Eltern bei näherem Hinsehen die Frage, wo Möglichkeiten verborgen sind, Kosten bzw. die monatlichen Belastungen für das erste Auto der Tochter oder des Sohnes zu sparen. Um es vorweg zu nehmen! Es gibt eine Vielzahl an Stellschrauben mit denen Kosten für Fahranfänger gesenkt werden können und sollten. Die Stellschrauben Lesen Sie hierzu alle Tipps und Tricks.

 

Ratschläge für Fahranfänger zu sparen:

 

  1. Anmeldung als Zweitwagen

In den meisten Fällen sind es die Beiträge zur KFZ-Versicherung, die die Kosten des ersten eigenen Autos in die Höhe treiben. Grund hierfür ist, dass Fahranfänger aufgrund der noch fehlenden Fahrpraxis von den Versicherern in der sogenannten Schadenfreiheitsklasse „0“(SFK 0) eingestuft werden. Über die Schadenfreiheitsklasse wird von den Versicherern die Unfallwahrscheinlichkeit eines Fahrers eingestuft. Dabei gilt die Annahme, je länger jemand unfallfrei gefahren ist, desto höher die Schadenfreiheitsklasse und umso geringer ist der Prozentsatz, den ein Autofahrer für eine KFZ-Haftpflichtversicherung zahlen muss.

 

Da Fahranfänger noch keine unfallfreie Zeit vorweisen können, werden sie von den Versicherungen in der Schadenfreiheitsklasse „0“ eingruppiert, was einen Prozentsatz von bis zu 240% der Haftpflichtversicherung für Fahranfänger bedeuten kann. So kann es sein, dass Fahranfänger in den ersten Jahren für die KFZ-Versicherung bei einem Prozentsatz von bis zu 240% schnell eine vierstellige Summe für Versicherungsbeiträge zahlen müssen.

 

Reduziert werden kann die Belastung aus der Haftpflichtversicherung, indem das neue Auto auf einen Elternteil als Zweitwagen angemeldet wird. So kann das Auto zu wesentlich günstigeren Zweitwagen-Konditionen versichert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Zweitwagenversicherung bei dem bestehenden Versicherer abgeschlossen wird oder bei einem neuen Versicherer. Ein Vergleich aktuell günstiger Versicherungstarif für Zweitwagen lohnt sich somit auch.

 

Zu beachten bei der Anmeldung eines Zweitwagens ist, dass die Police es erlaubt muss, dass ein Fahranfänger das Auto auch fahren darf. In einigen Versicherungspolicen ist eine Altersbeschränkung eingefügt, durch die das Führen des Fahrzeugs durch einen Fahranfänger verhindert wird.

 

Wichtig für den Fahranfänger bei Abschluss einer Zweitwagenversicherung über die Eltern zu wissen ist, dass bei einer Zweitwagenversicherung das Fahrzeug auf einen Elternteil angemeldet sein muss! Da jedoch nur Halter von Fahrzeugen Fortschritte in der Schadenfreiheitsklasse machen und den Prozentsatz zur KFZ-Versicherung reduzieren können, wird der Fahranfänger die Schadenfreiheitsklasse „0“ behalten, solange dieser sich nicht selbst versichert. Sollte man sich in späteren Jahren selbst versichern, wird man dann von den Versicherungen in die Schadenfreiheitsklasse eingestuft, wie ein Fahranfänger.  

 

  1. Übertragung von Prozenten

Die Versicherungsgesellschaften erlauben es, dass die Schadenfreiheitsklasse, bzw, Schadenfreiheitsjahre zwischen Verwandten 1.bis 2. Grades übertragen werden können.So kann es sinnvoll sein, z.B. von der Oma oder dem Opa die Schadenfreiheitsklasse zu übernehmen, um so nur geringere Versicherungsbeiträge zahlen zu müssen.

Bevor ein Verwandter sich bereit erklärt seine hart erfahrene Schadenfreiheitsklasse zu übertragen, sollte man sich folgende Tatsachen verdeutlichen.

 

Derjenige der Schadenfreiheitsjahre überträgt, verliert diese.

Für denjenigen der die Schadenfreiheitsjahre übernimmt, werden nur die Anzahl an Jahren berücksichtigt, für die es eine gültige Fahrerlaubnis besitzt.

 

Aus diesen Gründen ergibt sich, dass sich die Übernahme von Schadenfreiheitsjahren eigentlich nur lohnt, wenn jemand bereits einige Jahre im Besitz eines Führerscheins ist.

Für Fahranfänger die gerade erst den Führerschein erfolgreich bestanden haben, können somit keine oder nur wenige Schadenfreiheitsjahre übertragen werden.

Um den Vorteil von übertragenen Schadenfreiheitsjahren nutzen zu können, kann man nur empfehlen, so früh wie möglich den Führerschein zu machen.

Wenn die Schadenfreiheitsjahre eines Verwandten übernommen werden können, sollten Sie sich über bestehenden Fristen informieren, innerhalb der die Übertragung durchgeführt werden kann.

 

Infografik Fahranfänger

 

  1. Auf Typklasse des Autos achten

Neben der Schadenfreiheitsklasse wird die Höhe eines KFZ-Versicherungsbeitrags auch durch die sogenannte Typklasse bestimmt. Die Typklasse eines Autos beschreibt für die Versicherer die Wahrscheinlichkeit, dass mit einem bestimmten Fahrzeugtyp ein Schaden verursacht wird. So kommt es bei Wagentypen mit hohen Schadenwahrscheinlichkeiten zu einem höheren Versicherungsbeitrag. Leider betrifft dies häufig Fahrzeuge, die tendenziell von Fahranfängern gefahren werden.

Dennoch sollte man als Fahranfänger bei der Wahl des neuen Autos auf die Typklasse achten, um den Versicherungsbeitrag möglichst klein zu halten.

 

 

  1. Zustand des Autos

Neben der KFZ-Versicherung ist der Kaufpreis des Autos sicherlich einer der größten Kostenfaktoren für die meisten Fahranfänger.In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass zu den Anschaffungskosten die laufenden Kosten eines Autos hinzugerechnet werden müssen. Je nach Zustand des Autos können laufende Kosten für z.B.Reparaturen sowie neue Verschleißteile schnell hohe Beträge erreichen.

Auch wenn heutzutage Neuwagengarantien sowie Gebrauchtwagengarantien helfen in den ersten Jahren nach dem Kauf laufende Kosten klein zu halten, sollte man insbesondere bei dem Kauf eines Gebrauchtwagens darauf achten, dass das Auto möglichst langfristig in einem fahrbereiten Zustand ist, um unerwartete Kosten zu vermeiden.

Beachten Sie, dass es aus diesem Grund vorteilhaft sein kann, ein Fahrzeug bei einem Vertragshändler mit angeschlossener Werkstatt zu kaufen. Der Kaufpreis der bei einer Vertragswerkstatt höher sein kann, sollte man dem erworbenen Qualitätsstandard gegenrechnen.

 

 

  1. Konditionen eines Autokredits

Sollte das erste Auto finanziert werden, ist es wichtig sich einen Überblick über aktuell günstige Autokredite zu verschaffen. Dabei sollten Sie die Angebote von ggfs. der Herstellerbank und weiteren Kreditinstituten vergleichen. Beachten Sie, dass es oft Unterschiede in den Kreditzinssätzen für einen Neuwagen oder einen Gebrauchtwagen gibt. Neben den Kreditzinsen und der Kostenäderungen bei verschiedenen Kreditlaufzeiten, sollte vor allem die Möglichkeit einer Ballonfinanzierung unter die Lupe genommen werden, um die monatliche Belastung aus einem Autokredit möglichst klein zu halten.

 

 

  1. Fahrkenntnisse verbessern

Da für die Berechnung der Versicherungsbeiträge stark davon abhängt, wie lange jemand unfallfrei gefahren ist, ist es ratsam für Fahranfänger ihre Fahrkenntnisse, um die aus der Fahrschule, zu verbessern. Eine gute Möglichkeit bietet hierzu ein Fahrsicherheitstraining, durch welches man gut lernen kann, wie man in Grenzsituationen mit einem Auto umgehen sollte. Die dadurch erworbenen Kenntnisse und stets vorausschauendes Fahrenerhöhen die Wahrscheinlichkeitmöglichst lange unfallfrei zu fahren, wodurch die Versicherungsbeiträge niedrig gehalten werden.

 

Ebenfalls eine Chance seine Fahrkenntnisse zu verbessern bietet das „begleitete Fahren“ ab 17 Jahren. Die erworbenen Praxiskenntnisse sollten sich dann ebenfalls kostensenkend auf den Führerschein auswirken.

 

 

  1. Die Halbjahresregelung ausnutzen

Die Schadenfreiheitsklasse wird für jeden Versicherten von den Versicherungsunternehmen immer zu Jahresbeginn neu festgelegt. Ist man das Jahr unfallfrei gefahren, wird man in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse eingestuft.

 

Zu beachten ist jedoch, dass nur Versicherungsverträge neu eingestuft werden, deren Laufzeit bereits mehr als 6 Monate in einem Jahr überschritten haben. So sollte ein Fahranfänger, wenn möglich, die Versicherungspolice vor dem 01.07 eines Jahres abschließen, um mit dem Beginn des Folgejahres in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft zu werden. Hierdurch spart man geraden in den ersten Jahren sowie fortlaufend über die gesamte Versicherungsdauer. Dabei kann es sogar sinnvoll sein den Versicherungsvertrag ein paar Monate zurückdatieren zu lassen, wenn der Fahranfänger das Auto in der zweiten Jahreshälfte kauft.

 

 

  1. Ist eine Kaskoversicherung notwendig?

Neben der KFZ-Haftpflichtversicherung, als Pflichtversicherung, stellt sich die Frage nach einer Kaskoversicherung für das neue Auto. Ob eine Teilkasko- oder Vollkasko notwendig ist, sollte im Einzelfall entschieden werden, hängt jedoch stark von dem Wert des Autos ab. Für Fahranfänger kann es bei einem Auto mit einem geringen Wert sinnvoll sein auf eine Kaskoversicherung zu verzichten, um bei dem Versicherungsbeitrag zu sparen.

 

 

  1. Zeit und Provision durch einen Online-Vergleich sparen

Vergleiche die online durchgeführt werden sparen Zeit und Geld. Durch einen schnellen und zuverlässigen Vergleich aktueller KFZ-Versicherungstarife sparen Sie viel Zeit, weil ein Vergleich durch mehrere Gespräche mit Versicherungsvertretern deutlich mehr Zeit beansprucht. Hinzu kommt, dass Onlinevergleiche ermöglichen die Provision von Versicherungsvertretern zu sparen, da die Abwicklung für die Versicherungen über das Internet kostengünstiger sind. Besonders interessant können die günstigen Onlinetarife (bei gleichen Leistungen) der Versicherer sein, die ausschließlich über das Internet angeboten werden.

 

 

  1. Der jährliche Wechsel der KFZ-Versicherung als Sparpotenzial

Grundsätzlich ist es möglich jedes Jahr bis Ende November die KFZ-Versicherung zu wechseln. Diese Möglichkeit sollten Fahranfänger nutzen, um sicherzustellen, dass man immer mit der günstigsten KFZ-Versicherung fährt. Nachteile sind bei einem Wechsel nicht zu fürchten, sollten Sie bei einer Versicherung nicht durch ein Paket mehrerer Versicherungen einen gesonderten Rabatt erhalten, wodurch auch die KFZ-Versicherung vergünstigt wird.

 

Auch für das Jahr 2013 gibt es Änderungen in der KFZ-Versicherung, die einen Onlinevergleich empfehlenswert machen.

 

 

Fazit für Fahranfänger

Die Ratschläge zeigen, dass es einige Stellschrauben gibt, mit denen man die Kosten für das erste Auto reduzieren kann, auch wenn ein Auto immer ein teures Vergnügen sein wird. Wie man die Stellschrauben für sich dreht, um langfristig die Kosten minimieren zu können, kann jeder Fahranfänger nur für seinen individuellen Fall entscheiden. Wichtig ist, dass man die Vorteile und Nachteile für sich abwägt und sich früh eine Strategie zurecht legt, durch die die monatlichen Kosten für das erste eigene Auto in einem Maße gehalten werden, dass es erlaubt, die vielen anderen Wünsche eines jungen Erwachsenen erfüllen zu können. 

 

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